pp. in der 030 / berliner stadtmagazin

in der aktuellen ausgabe des [030] (berliner stadtmagazin) vom 12.7.07 findet sich ein kleines interview mit einem menschen des PP:

Planet Prozess – Zwischen Raum und Kunst

Planet Prozess hebt sich mit einem außergewöhnlichen Konzept von der Flut der tonoStreetart-Ausstellungen ab und versteht sich als »Wegweiser im Umgang mit Streetart«. Ab dem 20. Juli stellt sich ein internationales Künstleraufgebot im spektakulären Senatsreservenspeicher dem Publikum und lädt täglich dazu ein, die offene Ausstellung mitzugestalten und die einzelnen Phasen des Erschaffens und Kommunizierens selbst zu erleben. Jeder soll ein Gespür für die Vielschichtigkeit von Writing, Graffiti und anderen urbanen Ausdrucksformen bekommen. Mit diesem Fokus auf Interaktion ist Planet Prozess das bisher spektakulärste offizielle Street-Art-Ausstellungsprojekt in Berlin.
Wir sprachen mit dem Projektverantwortlichen Lutz Henke über die Idee hinter Planet Prozess.

Worin unterscheidet sich Planet Prozess von anderen Street-Art-Ausstellungen?
Wir gehen mit Planet Prozess einen Schritt weiter und begnügen uns nicht damit zu sagen, »wir bringen Leute zusammen, die auf der Straße arbeiten.« Planet Prozess hat eine konkrete Aufgabenstellung, der sich die Teilnehmer stellen müssen.

Könnten Sie das Konzept kurz umreißen?
Uns war wichtig, eine dynamische Ausstellung zu schaffen, die sich Tag für Tag verändert und so Prozesse und Widersprüche begreifbar macht. Gezeigt werden künstlerische Produkte und Konzepte, die sich stetig entwickeln. Es soll auch für die Widersprüche im Umgang mit Straßenkunst sensibilisiert werden. Wir wollen das Prinzip der Frontalkunst »Hier die Kunst, dort der Zuschauer« aufbrechen, weil sich die Begriffe »Ausstellungsraum« und »Straßenkunst« ja fundamental widersprechen. Die Zuschauer sollen aktiv Einfluss nehmen können.

Wie genau kann man sich beteiligen?
Etliche Projekte erlauben eine direkte Beteiligung, andere Projekte sehen ganz bestimmte Aktionen vor, die hier noch nicht verraten werden sollen.

Was prädestiniert Berlin für eine solche Veranstaltung?
Berlin hat eine große und lebendige Szene. Auch historisch bedingt haben wir hier die besten Voraussetzungen und sehr viele Freiräume, die Straßenkunst überhaupt erst möglich machen. Planet Prozess wäre gar nicht möglich, wenn dieser alte Kornspeicher im Zentrum der Stadt uns nicht so viel uneingeschränkten Raum bieten würde.

Was sind die Highlights der Veranstaltung?
Neben der Vernissage feiern wir das Ende der Prozesse mit einer »Blockparty« direkt auf der Cuvrystraße. Unser Rahmenprogramm bietet jeden Mittwoch und Freitag weitere unzählige Höhepunkte mit Workshops, Vorträgen und sehr interessantem Bildmaterial, das man sonst nicht zu Gesicht bekommt.

Ausführliche Infos unter www.urbangrassroots.net


1 Antwort auf “pp. in der 030 / berliner stadtmagazin”


  1. 1 planet paper | just in case - events 007 Pingback am 25. Juli 2007 um 2:11 Uhr
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